Bestand V/4

Bischof Dr. Nicolaus Bares (1871–1935)    DAB V/4–…

Biographische Notiz

* Idenheim 24. Januar 1871, nach Abitur (1891) Studium der Theologie in Trier, 1895 katholischer Prie­ster (Diözese Trier), Kaplan an U.L.Frau in Koblenz, 1899 Religionslehrer an der Realschule Kemper­hof in [Koblenz-]Moselweiß, 1905 Oberlehrer am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Trier, 1908 Studium in Ber­lin, 1909 Dr. theol. in Breslau, Professor für neutestamentliche Exegese und Apologetik in Trier, 1918 Re­gens des Priesterseminars in Trier, Geistlicher Rat, 1920 Domkapitular, 1923 Päpstlicher Hausprälat, 1929 Bischof von Hildesheim, 1934 Bischof von Berlin, † Berlin 1. März 1935, ▭ Berlin 7. März 1935 St.-Hedwigs-Kathedrale.

Veröffentlichungen u.a.: Die moderne protestantische Abendmahlsforschung. Eine dogmatische Studie, kath.-theol. Diss. Breslau, Trier 1909. – Familie in Not!, Leutesdorf 1930. – Die Hirtensorge des katholischen Bischofs, in: Karl-Heinrich Schäfer (Hrsg.), Christi Reich auf Erden. Ein Gang durch die katholische Kirche der Gegenwart, Zürich 1933, 91–102. – Fas­ten­hir­ten­brief, Ber­lin 1934. – Die Kir­che und un­se­re Pflich­ten zur Kir­che. Die Kar­frei­tags-Pre­digt Bi­schofs Dr. Ba­res vor den Ka­tho­li­ken Ber­lins, in: Ka­tho­li­sches Kir­chen­blatt für das Bis­tum Ber­lin, Nr. 14, 8. April 1934. – Ein Nach­wort zur Kar­frei­tags­pre­digt un­se­res Bi­schofs, in: ebd., Nr. 15, 15. April 1934. – Der Hei­li­ge Geist in der Kir­che, in: ebd., Nr. 20, Mai 1934. – Hir­ten­brief zur Wei­he des Bis­tums an das hei­ligs­te Herz Je­su, in: ebd., Nr. 25, 24. Ju­ni 1934. – Des Bi­schofs letz­ter Gruß an den ver­stor­be­nen Dr. Erich Klau­se­ner, in: ebd., Nr. 28, 15. Ju­li 1934. – Ge­leit­wort [vom 23. Ok­to­ber 1934], in: Stu­di­en zum My­thus des XX. Jahr­hun­derts. Amt­l. Bei­l. zum Amts­blatt des Bi­schöf­li­chen Or­di­na­ri­ats Ber­lin, Köln 1934, III. – Über die ge­misch­te Ehe. Hir­ten­brief […] für die Fas­ten­zeit 1935, Ber­lin 1935. – Im Lichte der Ewigkeit. Aus­gewählte Hirten­worte, Predigten, An­sprachen und Briefe. Hrsg. v. Norbert Fischer, Kevelaer 1936.

Vgl. u.a. Lorenz Zach, Bischof Dr. Nikolaus Bares. Skizzen aus seinem Leben, Berlin 1934. – [Laurentius Zeller,] Dr. Nikolaus Bares, Bischof von Berlin, als Persönlichkeit, Trier 1935. – Nikolaus Fischer, Nicolaus Bares, Bischof von Berlin, Kevelaer 1936. – Berthold Fochs, Nicolaus Bares (1871–1935). Regens am Priesterseminar zu Trier, Bischof von Hildesheim und Berlin, kath.-theol. Dipl.-Arb., Trier 1992 [masch. vervielf.]. – Thomas Flammer, »… mit geistig unbedeutenden Personen ist wenig gedient«. Die Bischofswahlen von Niko­laus Bares und Josef Godehard Machens im Spiegel der neuzugänglichen vatikanischen Akten, in: Die Diözese Hildesheim in Ver­gangen­heit und Gegenwart 72 (2004), 217–257. – Michael Höhle, Die ersten Berliner Bischöfe Christian Schreiber (1872–1933) und Nikolaus Bares (1871–1935), in: Michael Höhle (Hrsg.), 75 Jahre Bistum Berlin. 20 Persönlichkeiten, Heiligenstadt 2005 (= WJ 44/45 [2005]), 96–112. – Bernd Heim, Braune Bischöfe fürs Reich? Das Verhältnis von katholischer Kirche und totalitärem Staat, dargestellt anhand der Bi­schofs­ernennungen im nationalsozialistischen Deutschland, Bamberg 2007, 100–121. – Jörg Ernesti, Ökumene im Dritten Reich, Pa­der­born 2007, 42–123.

Bestandsinformation

Nachlaßsplitter: Private Korrespondenz, Ausführungsverhandlungen zu Art. 31 Reichskonkordat, An­sprache zur Konrad-von-Parzham-Feier im Berliner Sportpalast am 21. November 1934 u.a.
Umfang: 0,1 lfd. m
Laufzeit: 1921–1935 (1987)
Erschließungszustand: Findbuch
Benutzung: vgl. § 6 Ziff. 3 a) BODAB

Bemerkung

➚Bistumsarchiv Hildesheim
➚Bistumsarchiv Trier
➚Diözesanarchiv Berlin: VI/1–Bares, Nicolaus