KirchenbücherAllgemeinesDie pfarrlichen Kirchenbücher beurkunden sakramentale und pastorale Amtshandlungen wie Taufe, Firmung, kirchliche Trauung oder Begräbnis. Im Erzbistum Berlin befinden sich die Pfarrmatrikeln oder Kirchenbücher (»libri paroeciales«) in den jeweiligen Seelsorgestellen; sie werden dort geführt und auch gelagert. Ein Hilfsmittel für die Ermittlung der zuständigen katholischen Seelsorgestelle ist: Amtlicher
Führer durch das Bistum Berlin,
22. Ausgabe, Berlin: Germania, 1938. ↗Downloads
Die Sperrfristen beziehen sich jahrgangsweise auf die
Eintragungen. Das Diözesanarchiv Berlin selbst übernimmt keine
genealogischen Recherchen für Dritte, sondern verweist empfehlend
auf das »Merkblatt für genealogische Anfragen« der ↗Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer
Verbände e. V. GenealogieBis 1875 waren die Kirchenbücher in Deutschland öffentlich-rechtliche Urkunden. Während des »Kulturkampfes« – »Bismarcks Präventivkrieg gegen das Zentrum und die katholische Kirche« (R. Morsey) – wurde dann der öffentlich-rechtliche Charakter der Kirchenbücher durch staatliche Ausnahmegesetzgebung endgültig beseitigt. Seitdem sind ausschließlich die Standesämter für die Beurkundung des Personenstandes zuständig.
... östlich der OderDie während des Zweiten Weltkrieges teilweise ausgelagerten Kirchenbücher der östlich der Oder gelegenen Seelsorgestellen der Diözese Berlin (siehe auch ↗Bistumskarte 1930–1945) befinden sich heute (zum Teil als Mikrofilme) im Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg, das gebührenpflichtige Auskunft erteilt. Bischöfliches
Zentralarchiv Regensburg (BZAR) MilitärkirchenbücherAuskunft über den Verbleib der katholischen Militärkirchenbücher können Sie beim Archiv des Katholischen Militärbischofs erhalten. Archiv
des Katholischen Militärbischofs (AKMB) Letzte Änderung: 3. Januar 2009 © Diözesanarchiv Berlin |