Ernst Daniel (1896–1975)    DAB V/63–...



Biographische Notiz

* Scharley Kreis Beuthen 23. Dezember 1896, »Utraquist«, nach Abitur (1915) Kriegsfreiwilliger, dann Theologiestudium in Breslau, 1922 katholischer Priester (Diözese Breslau, dann Berlin), Kaplan in Laband OS, Kaplan in Berlin-Köpenick, 1928 Missionspfarrer und Kuratus in Grünhoff, 1941 Propst in Stettin, im Rahmen der Gestapo-Aktion gegen den Klerus in Pommern (»Fall Stettin«) am 17. Februar 1943 verhaftet, am 20. Dezember 1943 durch das Reichskriegsgericht wegen Duldung staatsfeindlicher Umtriebe und Feindpropaganda zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, seit Januar 1945 im Sanitätsdienst eines Bewährungsbataillons, nach tschechischer und sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1945 Pfarrer in Berlin-Adlershof, 1968 emeritiert, † Berlin 27. Juni 1975, Berlin-Weißensee 4. Juli 1975 St.-Hedwigs-Friedhof.

Veröffentlichungen u.a.: Der Fall Stettin [4 Folgen], in: Petrusblatt, Nr. 17, 28. April 1946
bis Nr. 20, 19. Mai 1946. – Grünhoff in Pommern, Waisenhaus und Seelsorgemittelpunkt, in: Wichmann-Jahrbuch 9/10 (1956), 80–100.

Vgl. Nachruf, in: Petruskalender 1977, 42.
Ulrich von Hehl / Christoph Kösters (Bearb.), Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Bd. I, 4. Aufl., Paderborn u.a. 1996, 473. Wolfgang Knauft, Er überlebte den »Fall Stettin« im Bewährungsbataillon. Vor 25 Jahren starb der ehemalige Propst Ernst Daniel, in: Katholische Kirchenzeitung für das Erzbistum Berlin, Nr. 26, 25. Juni 2000 [dazu Leserbrief von Gerhard Gugla u.a., in: ebd., Nr. 30, 23. Juli 2000].

Bestandsinformation

Nachlaßsplitter: Biographisches Material, v.a. Dokumente zur Verwicklung in den
»Fall Stettin«
Umfang: 0,2 lfd. m
Laufzeit: 1915
–1975
Erschließungszustand: Findbuch
Benutzung: vgl. § 6 Ziff. 3 b) BODAB





Home | Letzte Änderung: 13. Juni 2008 G.K. © Diözesanarchiv Berlin – Abteilung V: Nachlässe und kleine Erwerbungen – Repositur 63: Ernst Daniel